Bahn frei für die Igel mit dem Igeltor

Gestalten Sie Ihren Garten igelfreundlich – Tipps und Lösungen

Igel sind faszinierende und nützliche Begleiter in unseren Gärten. Diese kleinen Stacheltierchen helfen, Schädlinge wie Schnecken und Käfer zu reduzieren und tragen so zu einem gesunden Gartenökosystem bei. Leider sind ihre natürlichen Lebensräume durch Urbanisierung und gärtnerische Pflege häufig eingeschränkt. Doch wir können aktiv dazu beitragen, Igeln ein sicheres Zuhause zu bieten. Jetzt mit Beginn der Gartensaison ist ein toller Zeitpunkt, den Igeln eine kleine Tür zu öffnen, damit sie sich sicher durch unsere Gärten schlemmen können. Der Winterschlaf endet und es geht mit leeren Bäuchen auf Nahrungssuche.

Die Bedeutung von Durchgängen im Gartenzaun

Igel sind von Natur aus neugierige Tiere, die große Strecken zurücklegen, um nach Nahrung und einem Partner zu suchen. Oftmals müssen sie dabei mehrere Zäune und Straßen überqueren, was gefährlich für sie sein kann. Um die natürliche Wanderung der Igel zu unterstützen, sollten Sie Durchgänge in Ihrem Gartenzaun schaffen. Ein Durchgang von etwa 10 x 10 cm ist ideal, um den kleinen Stacheltieren das sichere Wandern zwischen den Gärten zu ermöglichen.

Tipps zur sicheren Zaungestaltung:

  • Maschendrahtzäune:
    Öffnen Sie einzelne Maschen und biegen Sie die Drahtenden nach oben, sodass Igel hindurchpassen können.
  • Holzstaketenzäune:
    Kürzen Sie die unteren Bretter oder fräsen Sie Löcher aus, um einen Zugang zu schaffen.
  • Igeltüren:
    Installieren Sie spezielle Igeltüren, die für Igel groß genug sind, aber zu klein für Haustiere.
  • Igeltunnel:
    Nutzen Sie L-förmige Rohre (100-150 mm Ø), um den Igeln den Weg zu erleichtern, ohne andere Tiere hindurchzulassen. Igel werden durch Gerüche geführt und gehen auch in ein dunkles Rohr hinein. Andere Tiere sehen durch den Knick keinen Ausgang und scheuen den Durchgang.

Wichtig ist, dass die Durchgänge keine scharfen Kanten aufweisen, an denen sich die Igel verletzen könnten.

Gestalten Sie Ihren Garten igelfreundlich

Neben der Schaffung von Durchgängen können Sie durch folgende Maßnahmen Ihren Garten für Igel attraktiver gestalten:

  1. Natürliche Unterschlüpfe:
    Lassen Sie einen Teil Ihres Gartens wild wachsen oder stellen Sie einen Haufen aus Laub, Ästen und anderen Gartenabfällen auf. Diese bieten Igeln geschützte Nistplätze.
  2. Futterstellen einrichten:
    Igel sind nachtaktiv und benötigen Nahrung. Stellen Sie spezielle Igel-Nahrung oder Katzenfutter bereit und vergessen Sie nicht, frisches Wasser zu bieten.
  3. Vermeidung von Pestiziden:
    Chemische Mittel schädigen die Umwelt und die Nahrung der Igel. Setzen Sie auf natürliche Alternativen.
  4. Rasenpflege:
    Lassen Sie gelegentlich einen Teil Ihres Rasens ungemäht, um den Igeln Nahrung und Schutz zu bieten.
  5. Sichere Überwinterung:
    Sorgen Sie dafür, dass es geeignete Nistplätze gibt, die vor Kälte und Nässe schützen. Der NABU bietet hierfür eine tolle Bauanleitung an. Mit ein wenig handwerklichem Geschick können Groß und Klein einen wertvollen Beitrag für aktiven Artenschutz leisten.

    https://www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/naturerleben/141030-nabu-bauanleitung-igelhaus-missiongruen.pdf

FAZIT:
Durch gezielte Maßnahmen und eine igelfreundliche Gartengestaltung können Sie einen wertvollen Beitrag zum Schutz dieser wunderbaren Tiere leisten. Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass unsere Gärten ein sicheres Zuhause für Igel und andere Wildtiere werden. Machen Sie mit und schaffen Sie einen einladenden Lebensraum für Igel in Ihrem Garten!
Bei der Wildtierstiftung können Sie Ihr Igeltor in eine Karte eintragen lassen uns erhalten dann als Dankeschön eine Plakette für Ihren Zaun. Hat doch auch was 😉

https://www.deutschewildtierstiftung.de/naturschutz/igel-bahn-frei-fur-stacheltrager